Wohin wir alle geh’n?
Warum wir alle sind?
Wie lange wir noch steh’n?
Was uns denn so verbindt?
Und ich mich daran leh’n?
Die Zeit alsbald zerrint?
Nach Ruhe wir uns seh’n?
Der Tod als letzt’ gewinnt.
Chanti‘s Dichterei
Frei aus dem Sinne
Wohin wir alle geh’n?
Warum wir alle sind?
Wie lange wir noch steh’n?
Was uns denn so verbindt?
Und ich mich daran leh’n?
Die Zeit alsbald zerrint?
Nach Ruhe wir uns seh’n?
Der Tod als letzt’ gewinnt.
ein Hauch die Flöte bedrang
ein Lüftlein der Wand entlang
ein Tönlein dem Rohr entsprang
welch Wohl mein Ohr empfang!
Meine Hände eingeschlafen
Nur noch der Finger tippt
auf die leuchtenden Buchstaben
Hüpft hin und her
Der Ton einem Ballettschuh ähnelnd
Tänzelnd auf der Bildschirmbühne
Dem Monde seinem silbernen Lichte dankend
als einziger Zuschauer durch matte Scheiben scheinend
Es schneit Blätter von den Bäumen
und bedeckt Wege und Strassen
Es kleben Wolken am Himmel
und verfinstern Wald und Täler
Es nachtet früh am Abend
und ermüdet Körper und Seele
Zwei Eulen rufen sich zu
Durch die Nacht
Was sie sich wohl zu erzählen haben?
Was sie sich wohl zu sagen haben?
Huhuuuuuu
Huhuuuuuuuuuuuu
Huhuuuuuu
Huhuuuuuuuuuuuu
Huhuuuuuu
Huhuuuuuuuuuuuu
Ahaaaaaaa!
Jaaaaaaaaaaaaaa
kühler Wind durch das warme Zimmer
fröstelt mich
düsteren Gedanken
in der finsteren Nacht
schaudern mich
der Stern
am dunkeln Himmel
tröstet mich
die duftenden Blumen
im Wohnzimmer
betören mich
einst mal geboren
zuerst der grosse
dann der kleine
.
.
.
.
.
.
.
nun verstorben
zuerst der kleine
alsdann der grosse
Es ist wieder mal der Mond
welcher mich zu diesen Zeilen bewegt
mich durch das schmutzige Fenster beäugt
wie ich zu später Stunde
Gemüsewähe herunterschlinge
vorüberziehenden Wolken behindern mitunter seine Sicht
oder versteckt er sich dahinter?
Mein rundes Brett halb leer
der Mond fast voll
mein Bauch ganz rund
na und?
Wenn einem
das Rundherum fast ertränkt
das zu Erledigende davonläuft
das Vergangene überholt
das Schöne bedroht
die Gedanken verknoten.
Wenn
sich die Aussicht vernebelt
das Mögliche erblasst
die Augen schweigen
die Stricke reissen
die Hoffnung stirbt.
Dann
weiss ich eben auch nicht mehr wo ein noch aus
Oh, welche Weise mich aus dem Schlaf lockt!
Den kommenden Frühling erweckend?
Zarte Tonakrobatik durch die Morgenluft
sich an der Kirchmauern erschallend
in doppelter Weise meine Sinne berieselt
mein Herz und mein Geist wärmend
mich wohlig in meinen Federn umarmt
mich sanft wieder in den Schlaf wiegt
Die Wolken von vorne beleuchtet
ich der Sonne den Rücken zuwende
Die Flut das Meer auf mich zuschickt
weisser Schaum die Strömung bremst
Tosend die Wellen ineinander fallen
den Sand erreichend sich beruhigen
spiegelglatt versickern
Der Wind mein Kleid wellt
mein Gesicht streichelt
in meine Ohren flüsternd das
Brausen des Meeres zu übertönen versucht
Die Nacht alsbald die Sicht verhindert
nur noch weisse Streifen der brechenden Wellen
die Sterne sich am Himmel zeigen
die Mondsichel freudig erstrahlt
Es bleibt das Tosen das Zischen das Brausen in den Ohren
das Gestreichel das Kitzeln im Gesicht am Körper
Das Wellen der Haare
Der Duft des Meeres in der Nase
Die Sterne am Himmel erleuchten die Berge.
Tief im Tal der Leuchtturm, Sturmwarnung am See.
Die Morgendämmerung lässt den Nachthimmel erblassen.
Graublau und matt erscheint uns der Tag.
Die Röte zieht hinter den Bergen hinauf.
Erhellt die dunklen Felsketten.
Fein weiss leuchten die Spitzen empor.
Die Glocken der Kirche erschallen durchs Tal.
Der Schlaf sich verkriecht.
Der Körper noch schlapp,
dem Geiste nachfolgend.
Der Blick aus dem Fenster die Seele erquickt.
draussen tobt‘s
ganz nahe plätschert‘s
hinter mir hechelt‘s
in den Palmen zwitschert‘s
über mir brummt‘s
und in meinen Ohren säuselt
der Wind
Diwali, das Lichterfest, ist heut
wo die Gerechtigkeit über das Böse siegt
Wo der Wind die Wogen glättet,
die Wellen sanft ans Ufer rollen
der Hund entspannt im Sand liegt
die Vögel ihre Freiheit besingen
und die Lichter unsere Herzen wärmen
Emotionslos
tanz ich in der Menge
rauschen die Klänge an mir vorbei
dröhnen die Bässe über mich hinweg
bewegen sich die Beine zur Musik
erwidern meine Mundwinkel die Freude der Andern
blinzeln meine Augen in die Sonne
Mein Geist ist müde
Mein Körper schlapp
Meine Gedanken wirr
Meine Gefühle tot
Rollende Koffer
Brummende Motoren
Wehender Wind
Brennende Hitze
Müde Körper
Matte Geister
Frohe Aussichten
Heuduft
liegt in der Luft
Gesicht in der Sonne
Frühjahrswonne
blauer Himmel
Glockengebimmel
Geissengemecker
Kuhfladenklecker
Schweineduell
Hundegebell
Vögel am Pfeifen
Kirschen die reifen
im Blumenmeer
ein Bienenheer
Haut und Haar
Frauenschar
berührt
gerührt
Die Tulpe bleich
gestreichelt vom Wind
trotzt der Sonne
das Gläslein Wein
beschwingt
oh Wonne
Gelächter, Gemurmel
geschwind
der Sommer doch komme
alles schwebt
ist unfassbar
unersichtlich
ist und war gleich wieder
löst sich auf
wie eine Wolke am Horizont
es war doch gerade was?
nur die Schwere bleibt
klebt unsichtbar an einem
drückt
und wiegt
schwebende Lasten
Die Sterne spiegeln sich im Meer
Das Feuer raucht.
Der Rauch mit dem Wind Pirouetten tanzt
uns weinen lässt
bis die Flammen den Tanz übernehmen
die Sicht klären
unsre Gesichter erhellen
Draussen tobt das Meer
schlägt mit aller Wucht auf das Riff
über ihm der Wind
die Wellenspitzen kräuselnd
weht er die Geräusche Richtung Land
durch die Ritzen mir in die Ohren flüsternd