Nun bist du am Ziel
dem Leben entronnen
den Fragen entkommen
den Qualen entflohen
Und wir stehen hier
das Leben besinnend
die Fragen beginnend
die Qualen bekämpfend
Nun, wie ist es dort?
Chanti‘s Dichterei
Frei aus dem Sinne
Nun bist du am Ziel
dem Leben entronnen
den Fragen entkommen
den Qualen entflohen
Und wir stehen hier
das Leben besinnend
die Fragen beginnend
die Qualen bekämpfend
Nun, wie ist es dort?
vom Winde erweckt
mitten in der Nacht
Töne entdeckt
sanft erwacht
noch zugedeckt
mich sacht
aus dem Fenster gereckt
das Windspiel lacht
was ausgeheckt?
durcheinander gebracht?
im Endeffekt
des Schlafes Macht
mich ausgesteckt
die Äuglein zugemacht
grau hängt über der Stadt
fades Licht erhellt mich matt
Strassenlärm durchdringt die Mauern
mich erheben wird noch dauern
Gedanken schwirren im Kopf
Gopf
Kann man die mal abstellen?!
Es sollt wieder mal ein klein Textlein sein
ganz fein
ein paar Buchstäbelein
ins Netz hinein
doch mir ist’s nicht drum
meine Seele stumm
die Zeit geht rum
ach, wie dumm
Zwischen Kirchturm und Buchsbaum
macht Orion seinen Spagat
und sieht direkt in mein Zimmerlein
ins Bett hinein
schlaf fein!
nun ist wieder mal Vollmond
doch er versteckt sich
hinter dem Wolkenmeer
äugelt manchmal durch eine Lücke durch
ganz sanft und scheu.
nun bläst der Wind ihm die Lücke fort
„sieh weg! die spinnen dort“
Der Sinn im Leben
Lebenssinn genannt
sinniert im dritten Stock
Das Leben selbst
eilt sinnlos an mir vorbei
Die Nacht trübt meine Sinne
morgen ist ein Tag weniger meines Lebens
Ob die wohl spinnen?
denkt der Mond
sind die von Sinnen?
fragt der Mond
nen Zacken fehlt
meint der Mond
bis’ nimmer geht
sagt der Mond
und geht
Oh welche Ruh
im Sturm
ein gleichmässig Rattern
und Ruckeln
mal quietscht‘s
durch die Abenddämmerung
Es duftet nach Pinien
es riecht nach Meer
die Grillen zirpen
die Harfe erklingt
die Trompete singt
das Rauschen der Blätter
der Wind sie bewegt
im Abendlicht
die Seelen erweckt
Ins Wolkenmeer weit am Horizont
gebettet für die Nacht
senkt die Sonne ihr Haupt
ein Glühen hinter her
ein Zirpen davor
noch ein Blick hindurch
ein ‚Gute Nacht‘
und eine Begrüssung zugleich
dem bald erscheinenden Mond
mit Sternen beglückt
den Nachthimmel empor
schwebend und geerdet zugleich
durchlebe ich die Zeit
in der Unmögliches möglich wird
die Räson verloren ist
die Unvernunft die Tage nährt
wo Sanftheit Oberhand nimmt
wo Fragen verstummen
und Antworten zuvorkommen
in der Ungelöstes Resultate bringt
und Unerklärtes zur Weisheit wird
wo der Nebel sich klärt
und den Blick trübt
in der Unglück der Weg zur Zufriedenheit ebnet
und Trauer die Zukunft beglückt.
Wunden nennt man sie
Gefühle
die immer wieder wie Nester aufbrechen
einem übersähen
mit ihrem Gift durchdringen
tief in jede erdenkliche Zelle
Panik und Angst auslösend
zur wundschliessenden Kruste ein Weg
ein Prozess
des Verdrängens
des Ignorierens
bis Ruhe und Frieden einkehrt
in der Hoffnung sie heilen gänzlich
die sich immer wieder öffnenden Wunden
die Tage Revue passieren
sich in Gedanken verlieren
Erinnerungen herbeiziehen
wie Wolken die vorbeiziehen
sich akkumulieren
und evaporieren
Unmengen an Formen
und Möglichkeiten
geblendet vom reinen Weiss
der Schattenseite misstrauend
Wohin des Lebens?
der Wind treibt die Wolken
die Gedanken mein Denken
das Leben mein Leben
Kopfschmerzen
Bauchschmerzen
Müdigkeit
ein paar Tage
Kopfschmerzen
Bauchschmerzen
Müdigkeit
monatlich
Kopfschmerzen
Bauchschmerzen
Müdigkeit
jahrzehntelang
Kopfschmerzen
Bauchschmerzen
Müdigkeit
schon wieder
Kopfschmerzen
Bauchschmerzen
Müdigkeit
Migräne
Kopfschmerzen
Bauchschmerzen
Müdigkeit
Selbstmitleid
irgendwas ist da während der Schöpfung falsch gelaufen
die Vögel zwitschern
die Sonne durch die Bäume strahlt
der Wind durch die Äste lauscht
Gesang in fremder Sprache
begleitet die Tote ins Grab
umhüllt sie mit sanften Tönen
und lieblicher Melodie
bettet sie mit feinen Klängen
in ewige Ruh
die letzten Sonnenstrahlen verdrängt
das erste Sommergefühl verjagt
Grau zieht auf
die Pflanzen erquicken
die Knospen bereit
den nächsten Sonnenschein zu begrüssen
schwerer Körper
matter Geist
träge Sinne
der Himmel ist düster
die Gedanken sind düster
die Aussicht ist düster
müde Augen
tiefer Atem
lahme Zunge
die Strassen sind leer
die Köpfe sind leer
die Worte sind leer
die Faust in der Luft
die Faust im Sack
die Faust macht schlapp
es duftet nach Regen
auf Asphalt
es duftet nach Sommer
Sommerregen
es duftet nach Abkühlung
und Erleichterung
es duftet nach langen Tagen
und kurzen Nächten
es duftet nach Freiheit
und Wonne
es duftet nach Lachen
und Freude
es duftet nach Erlösung
Pinkmond
Krisenmond
Sturmmond
Sorgenmond
Seelenmond
Trostmond
Ruhemond
Schlafmond
Traummond